Tiefenentspannungen


Innerliche und äusserliche Verspannungen stehen in einem direkten Zusammenhang. Zahlreiche Untersuchungen weisen darauf hin, dass Stress und psychische Belastungen bei der Entstehung von gesundheitlichen Problemen eine wesentliche Rolle spielen. Zunehmend werden verschiedenste Entspannungsmethoden zur Förderung von Wohlbefinden und Gesundheit vorbeugend aber auch therapeutisch eingesetzt. Auch im Sport haben diese Methoden Einzug gehalten.
In unserem gezielten Rückentraining und im Yogaunterricht werden Entspannungsmethoden gelernt, die frei sind von Suggestion oder Autosuggestion.

Progressive Muskelentspannung
Durch die Wahrnehmung des Unterschieds von Anspannung und Entspannung wird durch die progressive Muskelentspannung ein intensives und zuverlässiges Körpergefühl entwickelt. Dadurch wird das Bedürfnis des Körpers nach Entspannung schneller wahrgenommen. Mit gezielter körperlicher Aktivität wird ein Zugang zur Entspannung erreicht. Durch die Anspannung werden gleichzeitig die Muskeln besser durchblutet. Dies führt zu einem angenehmen Wärmeempfinden.
Methode:
Die Aufmerksamkeit ist ganz auf die Empfindungen im Körper gerichtet. Sie wird auf eine bestimmte Muskelgruppe (z.B. Hand und Unterarm) gelenkt und für 5 bis 10 Sekunden bis zur eigenen Belastungsgrenze angespannt, dies soll aber nicht übertrieben werden und sich wohl anfühlen. Dabei sollen die Empfindungen möglichst genau wahrgenommen werden. In der darauffolgenden Entspannungsphase von 15 bis 30 Sekunden bleibt die Aufmerksamkeit bei den Körperempfindungen. Der Übungsablauf ist so gewählt, dass die verschiedenen Muskelgruppen nacheinander durch die aktive Spannung und Entspannung einbezogen werden und somit die Muskulatur des ganzen Körpers in den Genuss des Trainings kommt.

Yoga Nidra
Yoga Nidra ist eine Entspannungsmethode aus dem Yoga. Im Gegensatz zur progressiven Muskelentspannung bleibt beim Yoga Nidra der Körper ganz passiv und die Sinne werden zurückgenommen, ausser Hören und Empfinden des Körpers.
Der Begriff ist aus zwei Wörtern zusammengesetzt:
Yoga: Der Begriff Yoga (Sanskrit, m., योग, yoga, von yuga „Joch“, yui für: „zusammenbinden, anspannen, anschirren, anjochen“) kann sowohl als „Vereinigung“ oder „Integration“ als auch im Sinne von "Anschirren" und "Anspannen" aller Kräfte zur Sammlung und Konzentration verstanden werden. Das 2.Yoga Sutra von Patañjali sagt: Yoga ist jener Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.
Nidra: Schlaf, die Göttin des Schlafes
Durch das Zurückziehen der Aufmerksamkeit vom Aussen ins Innen wird ein Zustand an der Grenze zwischen Wachen und Schlafen erreicht. In dieser Tiefenentspannung bleibt Bewusstheit aufrecht erhalten, so werden die tieferen Ebenen oder Dimensionen des Unbewussten berührt. In dieser absoluten Entspannung kommen Gedanken und Gefühle zur Ruhe, der Körper wird zunehmend von Verspannungen befreit.
Dieser Zustand fördert
  • die Gesundheit und das Wohlbefinden
  • ist hilfreich im Abbau von Stress im Alltag
  • verbessert die Aufnahmefähigkeit, was sich positiv auf sämtliche Lernprozesse auswirkt
  • Intuition und Kreativität werden durch regelmässiges Üben merklich erhöht

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